Zusammen mit intolight und neongrau setzten wir ein interaktives Wimmelbild über das Internet der Dinge als Webanwendung um
Die Challenge
Das Barkhausen Institut in Dresden forscht an der Schnittstelle von Technologie und Gesellschaft. Im Fokus steht das Internet der Dinge (IoT) – eine Technologie, die unseren Alltag zunehmend vernetzt, aber auch Fragen hinsichtlich Datensicherheit, Privatsphäre und Vertrauen aufwirft.
Die zentrale Herausforderung bestand darin, ein physisches Highlight der Ausstellung – ein detailreiches Wimmelbild-Exponat – in den digitalen Raum zu überführen. Das Ziel war nicht bloß eine digitale Kopie, sondern eine immersive Web-Experience.
Dabei mussten folgende Anforderungen erfüllt werden:
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Erhalt der Informationstiefe: Das komplexe Spannungsfeld zwischen technologischem Nutzen und Datenschutz musste verständlich bleiben.
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Interaktivität: Die Haptik und Entdeckerfreude des physischen Exponats sollten durch digitale Interaktionsmuster ersetzt werden.
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Barrierefreiheit & Reichweite: Die Anwendung musste zweisprachig (DE/EN) und geräteunabhängig funktionieren, um ein globales Publikum jenseits der physischen Ausstellung zu erreichen.

Der Prozess
Die Entwicklung erfolgte in enger Abstimmung mit dem bestehenden Konzept der Partneragenturen intolight und neongrau sowie auf Basis des detailverliebten Artworks von Robert Richter. Unsere Aufgabe war die technische Transformation des statischen Bildes in eine lebendige, webbasierte Anwendung.
Der Entwicklungsprozess konzentrierte sich auf drei Säulen:
1. Intuitive Navigation & Performance
Um das Wimmelbild digital erkundbar zu machen, implementierten wir eine frei navigier- und zoombare Oberfläche, deren User Experience (UX) gängigen Kartenanwendungen gleicht. Dies ermöglicht Nutzern, tief in die Details einzutauchen, ohne die Orientierung im Gesamtbild zu verlieren. Besonderes Augenmerk lag auf der Performance-Optimierung, um auch bei hoher Zoomstufe eine gestochen scharfe Darstellung und flüssige Bewegungen zu gewährleisten.
2. Interaktives Storytelling
Das Bild wurde durch animierte Aktionspunkte (Hotspots) zum Leben erweckt. Ein Klick öffnet spezifische Szenarien, die IoT-Aspekte im Alltag (z.B. Smart Home, vernetzter Verkehr) beleuchten. Diese wurden multimedial angereichert durch:
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Prägnante Textinhalte für schnelle Informationsaufnahme.
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Kurze, animierte Videos, die komplexe technische Abläufe visuell vereinfachen.
3. Responsive & Bilinguales Framework
Um maximale Zugänglichkeit zu garantieren, wurde die Anwendung „Mobile First“, aber voll responsiv entwickelt. Ob auf dem Desktop-Monitor, Tablet oder Smartphone – das Layout und die Steuerungselemente passen sich dynamisch an. Ein integrierter Sprachswitch ermöglicht den nahtlosen Wechsel zwischen Deutsch und Englisch, ohne den aktuellen Navigationsstatus zu verlieren.

Outcome
Das Ergebnis ist eine hochperformante Web-Applikation, die das physische Exponat erfolgreich erweitert und die Forschung des Barkhausen Instituts weltweit zugänglich macht.
Die Mehrwerte im Überblick:
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Digitale Reichweitenerhöhung: Die Ausstellung ist nicht mehr an den Ort Dresden gebunden, sondern global rund um die Uhr verfügbar.
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Verständlichkeit durch Gamification: Komplexe IoT-Zusammenhänge werden durch den spielerischen Wimmelbild-Charakter und die intuitiven Videos auch für Laien leicht verständlich.
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User Experience: Die Anwendung bietet eine nahtlose, app-ähnliche Erfahrung im Browser, die zum langen Verweilen und Entdecken einlädt.
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Flexibilität: Durch den responsiven Ansatz dient das Tool sowohl als Lehrmaterial in Schulen (Desktop/Tablet) als auch als Informationsquelle für interessierte Bürger unterwegs (Smartphone).
Das digitale Wimmelbild verbindet Forschung, Bildung und Öffentlichkeit auf innovative Weise und macht die „IoT-Welt“ über die Website des Barkhausen Instituts direkt erlebbar.

Ein intuitives Nutzererlebnis, das komplexe IoT-Themen spielerisch und weltweit zugänglich macht.
krawall & wunder hat die Herausforderung, unser physisches Exponat zu digitalisieren, mit beeindruckender technischer Präzision und gestalterischem Feingefühl gemeistert. Das Team verstand es perfekt, komplexe Inhalte in eine intuitive User Experience zu übersetzen, die auf jedem Endgerät flüssig funktioniert. Dank dieser partnerschaftlichen Zusammenarbeit erreichen wir nun Menschen weltweit mit unseren Themen zur digitalen Sicherheit.

Carl-Johannes Schulze
Projektmanager at @Barkhausen Institut Dresden